Herkunftgeschichte

Herkunft des Namens Sturm
 

Das Wort "Sturm" kommt aus dem alemannischen und wurde mundartlich für verworren oder schwindelig verwendet. Erst viel später wurde mit dem Wort "Sturm ein starke Windstärke bezeichnet. Personen welche man den Beinamen "Sturm" gab, waren Menschen von heftiger Gemütsart. Die älteste dokumentierte Erwähnung einer Person mit dem Namen "Sturm" ist im Süddeutschen Raum zu finden.

Im Jahre 1251 gab es einen:
Dictus Sturme Villicus zu Leutstetten bei Überlingen


Das erklärt auch, dass gerade im Raum Baden-Würtenberg der Familienname Sturm weit verbreitet ist. Im norddeutschen Raum ist vom Dialekt her der Name "Storm" stärker benutzt worden. Wie kommen nun Menschen mit den Familiennamen "Sturm" ins Rheinland und sehr stark verbreitet in die Gegend um Dormagen? Mehrere Annahmen sind hier möglich und auch glaubhaft, aber keine lässt sich letztendlich endgültig beweisen.

Dazu muss man wissen, dass Familiennamen im frühen Mittelalter nicht üblich waren. Die Erkennung einer Person war vielfach durch Doppelnamen gegeben. Peter-Josef war zum Beispiel der Sohn von Josef. Familiennamen waren auf dem Land bei den einfachen Leuten nicht üblich. Erst allmählich mit zunehmender Bevölkerung wurden Familiennamen eingeführt. So waren die ersten Familiennamen meistens Berufbezeichnungen, Landschafts- Orts- oder Hofbezeichnungen oder aber auch Charaktereigenschaften einer Person. Bei Vögten und Adeligen waren Familiennamen und Familienwappen ein Statussymbol.

Zurückverfolgen lässt sich der Name "Sturm" im Raume Dormagen bis 1656. Es kann also sein, dass man ähnlich wie im Süddeutschen einer Person aufgrund seines Charakters den Namen Sturm gegeben hat. Im Jülicher Raum gab es auch mal einen "von Sturm". Adelstitel wurden aber auch häufig aus Geldmangel verkauft. Eine andere Möglichkeit ist, dass Menschen aus dem süddeutschen Raum im 16.ten Jahrhundert, den Rhein entlang Richtung Rotterdam zwecks Auswanderung nach Amerika, am Niederrhein geblieben sind.

So kann sich jeder "Sturm" überlegen ob seine Vorfahren aus dem Schwarzwald kommen, oder verarmte Adelige aus Jülich sind, oder aber auch selbstbewusste Menschen von Niederrhein sind, welche Bauern oder Landknechte waren, und im Jahre 1288 in der Schlacht bei Worringen dafür gesorgt haben. dass der Erzbischof von Köln in seine Schranken gewiesen wurde, und die Stadt Düsseldorf gegründet wurde.